Das 1x1 der schwarzen Tonne
-In die schwarze Tonne gehört ausschließlich der nicht weiter verwertbare sogenannte Restabfall-
„Im Zweifel in die Restabfalltonne?“ - Immer wieder landen nutzbare Wertstoffe, kompostierbare Lebensmittel und leider auch entzündliche Schadstoffe wie Batterien in der schwarzen Tonne. Um Entsorgungsproblemen, Bränden und Ressourcenverschwendung vorzubeugen, gibt die Abfallwirtschaft des Landkreises Neuwied wichtige Tipps, wie Sie das, was wirklich deponiert werden muss von dem trennen, was ein „zweites Leben“ bekommt.
Das heißt, nur Abfälle, die nicht über die drei anderen Tonnen einer Verwertung zugeführt oder separat gesammelt werden müssen, dürfen hier hinein.
Typische Restabfälle sind:
- Windeln
- Kehricht/ Staubsaugerbeutel
- Aschenbecherinhalte, Grillasche (vollständig ausgekühlt!)
- Papiertaschentücher
- Hygieneartikel
- Glühbirnen (keine Energiesparlampen!)
Jedoch keine umweltgefährdenden Problemabfälle oder unsortierter Müll!
Was wird oft falsch entsorgt?
Leider landen häufig Dinge in der schwarzen Tonne, die durchaus eine Chance auf Wiederverwertung gehabt hätten, wenn man sie der richtigen Tonne zugeführt hätte. Beispielsweise verdorbene Lebensmittel (Biomüll) und deren Originalplastikverpackung (grüne Tonne) oder auch Glasmüll (Glascontainer).
Gefährlich wird es, wenn schadstoffbelastete Abfälle über die schwarze Tonne entsorgt werden. Asbestfasern beispielsweise sind schon in Kleinstmengen massiv gesundheitsgefährdend – dies gilt nicht nur für unsere Müllwerker, die mit den Sammelbehältern in Kontakt kommen. – Wenn Asbest mit dem Restmüll entsorgt wird, können die Asbestfasern von da aus in die Umwelt geraten. Auch Lithiumbatterien stellen im Restmüll eine Gefahr dar: Sie sind selbstentzündend und können schwere Brände verursachen. Batterien und Elektrogeräte sollten deshalb immer an Sammelstellen in Supermärkten, Elektrofachgeschäften oder bei uns auf dem Wertstoffhof abgegeben werden. Das gilt auch für Vapes (E-Zigaretten)!
Was ist bei großen Restabfallmengen zu beachten?
Wenn ein Kleinkind oder eine pflegebedürftige Person im Haushalt lebt, kann das schnell zu einem größeren Windel- und damit Restmüllaufkommen führen. Dann kann (unter Vorlage eines gültigen Nachweises) ein Mehrvolumen bei der Abfallwirtschaft beantragt werden. Ist dies jedoch nicht der Fall, aber die schwarze Tonne trotzdem regelmäßig überfüllt, ist das in aller Regel auf eine unzureichende Mülltrennung zurückzuführen. Gelegentliche Übermengen, wie sie etwa bei Haushaltsauflösungen oder Renovierungen anfallen, dürfen in den offiziellen Restabfallbeistellsäcken (erhältlich u. a. an den Wertstoffhöfen im Landkreis) der Tonne bei der regulären Leerung zugestellt werden. Achtung: Eine Annahme und Lagerung der Restabfallsäcke am Wertstoffhof ist aufgrund gesetzlicher Bestimmungen nicht möglich.
Verwertung
Erfahren Sie im Video, wie der Restabfall im Landkreis Neuwied so gut wie möglich verwertet wird. Von April bis Oktober bieten wir auch Führungen über das Gelände an. Bei Intersse melden Sie sich gerne (
Zusammenfassung:
Der Restabfall aus dem Landkreis Neuwied wird in der Mechanisch-Biologischen-Abfallvorbehandlungsanlage (kurz MBA) in Linkenbach aufbereitet. Zunächst kommt der Restabfall in die Intensivrotte, dabei handelt es sich um lange Tunnel, in denen die Verrottung durch konstante 60 Grad und Bewässerung beschleunigt wird. Die dabei entstehenden Gase werden gefiltert und in Wärmeenergie umgewandelt. Anschließend gelangt der „Rest“ in die Nachrotte, wo er regelmäßig umgewälzt und behandelt wird, bis er schließlich deponiert werden kann. Die Verrottung einer einzigen Windel dauert rund 500 Jahre, entsprechend ist die Mülldeponie in Fernthal schon verfüllt und auch die in Linkenbach wird in nicht allzu ferner Zukunft voll sein. Beide Flächen müssen dauerhaft überwacht werden. Die Überwachung der bestehenden so wie die Erschließung neuer Mülldeponien stellt einen erheblichen finanziellen Aufwand dar, der über die Gebühren der Allgemeinheit finanziert wird. Aus diesen Gründen sollte man stets versuchen, sein Restmüllaufkommen möglichst gering zu halten, indem man den Müll sachgerecht trennt.